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Handel 4.0 - Politik und Impulse für den digitalen Handel
Sehr geehrte Damen und Herren, 

und schwups - da ist er hin, der direkte Kundenzugang. Die benutzerfreundlichen Single-Sign-On-Lösungen von Facebook, Google und Co. verbreiten sich immer stärker im E-Commerce und leiten Kunden- und Transaktionsdaten an die großen Plattformen weiter. Der HDE hat Maßnahmen definiert, um der steigenden Abhängigkeit des Handels von den großen US-Datengiganten Herr zu werden. 

Ein solcher Gigant ist und bleibt auch Amazon: Gleich zwei Studien bescheinigen in diesem Briefing wie fest verankert Amazon mittlerweile im Relevant-Set der Kunden ist. Und wer sich schon einmal gefragt hat, warum Amazon statt dem "Black Friday" den "Cyber Monday" bewirbt, findet die Antwort vielleicht in der Eintragung des "Black Friday" als Wortmarke.

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht,

Ihr Stephan Tromp
Stellv. Hauptgeschäftsführer
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HDE entwickelt Positionspapier zu Digitalen Identitätsplattformen
Worum geht es?
Zum Abschluss jedes Geschäfts gehört die sichere Abwicklung von Zahlungen und die zuverlässige Identifizierung der Vertragspartner. Diverse global aktive Marktplätze, Zahlungsplattformen und Social Media-Dienstleister haben in der Vergangenheit die besondere Relevanz dieser beiden Faktoren erkannt, entsprechende Geschäftsmodelle aufgebaut und inzwischen eine signifikante Marktrelevanz erreicht.

Was ist die neueste Entwicklung?
Von besonderer Brisanz ist aus Handelssicht die mit der Dienstleistung verbundene Datensammlung: jede Transaktion mit einem angeschlossenen Händler wird gespeichert. Plattformen erhalten damit umfangreiche Kenntnisse über die Kunden des Handels und nutzen diese Ergebnisse für dritte Zwecke.

Mit Zunahme der Bedeutung der Plattformen können sich Händler einer Akzeptanz derartiger Dienste nicht mehr entziehen, es ergibt sich eine zunehmende Abhängigkeit und die Gefahr des Verlustes des direkten Kundenzuganges.

Positionierung des HDE

Aus Sicht des HDE ist es unbedingt notwendig, einer zunehmenden Dominanz der globalen Identifizierungsverfahren entgegen zu wirken und nationale oder besser noch europäische Alternativen zu entwickeln, die Handel und Verbrauchern die Hoheit über die Nutzung der Daten gewährleistet. Diverse Projekte befinden sich dabei schon in der Ideenphase. Zentraler Gedanke muss dabei auch sein, die unterschiedlichen, aber alle dem gleichen Zweck dienenden, Projekte zu standardisieren und für den Verbraucher einen wirklichen Mehrwert zu schaffen. Auch der elektronische Personalausweis (ePass) könnte besser in den Wirtschaftsverkehr eingebunden werden. Dem Einzelhandel sind hier bisher zu hohe Hürden gesetzt.

>> Zum Positionspapier
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Achtung: Wortmarke "Black Friday" beim DPMA geschützt
Worum geht es?
Nach dem US-amerikanischen Feiertag „Thanksgiving“ folgt in den USA ein als „Black Friday“ bekanntes Ereignis: Am Freitag nach „Thanksgiving“ offerieren Einzelhändler in Amerika traditionell Rabatte und Sonderangebote. In diesem Jahr fällt der „Black Friday“ auf den 24. November 2017. Auch in Deutschland nutzen immer mehr Händler diesen Tag um nach amerikanischem Vorbild den Kunden starke Preisnachlässe zu gewähren. 
Was ist die neueste Entwicklung?
Werbung mit dem Hinweis auf den „Black Friday“ ist allerdings nicht risikolos möglich. Tatsächlich hat die Plattform www.blackfridaysale.de die Wortmarke „Black Friday“ beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) eintragen lassen und sich damit die alleinigen Markennutzungsrechte für den deutschen Markt gesichert. In den letzten Jahren wurden Einzelhändler daher von blackfridaysale.de abgemahnt und auf Unterlassung in Anspruch genommen, weil sie Werbeaktionen mit einem direkten Bezug zum Begriff „Black Friday“ durchgeführt hatten.


Bewertung der Regelung
Es ist zwar fraglich, ob der Begriff markenrechtlich überhaupt schützenswert ist. Nach Kenntnis des HDE sind im Jahr 2016 auch zahlreiche Anträge auf Löschung der Wortmarke beim DPMA gestellt worden. Nach aktueller Auskunft des DPMA ist die Marke aber weiterhin eingetragen. Nach Auffassung des HDE kann mit guten Gründen die Meinung vertreten werden, bei den Wörtern „Black Friday“ handele es sich um einen Allgemeinbegriff, dessen Verwendung die Markenrechtsinhaber durch die Eintragung monopolisieren wollen. Ein Markenschutz wäre daher eigentlich nicht möglich.

Was sind die nächsten Schritte?
Unternehmen, die Abmahnungen und juristischen Auseinandersetzungen vermeiden wollen, sollten auf die Nutzung der Wortmarke „Black Friday“ auch in diesem Jahr unbedingt verzichten.

>> Mehr Informationen
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Amazon ist die Produktsuchmaschine Nr. 1
Was sind die Ergebnisse?
Amazon etabliert sich zunehmend als Gatekeeper im Onlinekauf: 34 Prozent der Produktrecherchen beginnen der Studie nach ihre Suche bei Amazon. Und wer glaubte, dass Google dem stationären Handel als Informationsquelle längst den Rang abgelaufen hat, irrt sich: 19 Prozent wiederum informieren sich zunächst in einem stationären Geschäft vor einem digitalen Kauf. Erst auf dem dritten Platz landet Google mit 15 Prozent.

In den vergangenen 12 Monaten haben die Befragten dabei durchschnittlich bei 6 verschiedenen Online-Shops bzw. -Marktplätzen eingekauft. 30 Prozent der Befragten geben ihr Geld dabei am liebsten online für Kleidung und Schuhe aus. 

Knapp dahinter folgt mit 29 Prozent die Produktkategorie Bücher, Musik, Filme & Videospiele. Ebenfalls beliebt ist mit 21 Prozent die Sparte Unterhaltungselektronik. Kassenlose Geschäfte (45 Prozent), Virtual Reality (45 Prozent), Smart-Home-Anwendungen (42 Prozent) sowie Augmented Reality (39 Prozent) werden als wichtige Innvoationen für das Einkaufserlebnis der Zukunft gesehen.

Hintergrund
 
In der Studie „Einkaufsverhalten im digitalen Zeitalter“ betrachtet das Forschungsinstitut ibi Research sämtliche Aspekte rund um das Thema Online-Shopping. Hierfür wurden rund 1.000 Konsumenten befragt, die Angaben zu ihrem Kaufverhalten in den letzten zwölf Monaten tätigen sollten.

>> Zur Zusammenfassung
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Einzelhandel steht der Digitalisierung immer noch skeptisch gegenüber
Was sind die Ergebnisse?
Lediglich 12 % der Unternehmen haben ein ausgewiesenes Budget für den Bereich Digitalisierung. 56 % der Händler ohne explizites Budget nutzen zur Finanzierung von Digitalisierungsmaßnahmen das allgemeine Investitionsbudget, 9 % wollen generell nicht in die Digitalisierung investieren.

Jedoch gibt es aus Sicht der rein stationären Händler auch einen Lichtblick. Immer mehr Ladengeschäfte, die auch online aktiv sind, verbinden die Kanäle. Services wie eine Online-Reservierung und eine Vor-Ort-Abholung setzen bereits 27 % der Händler ein und 11 % planen es.

Verkaufen heute 54 % der Händler ihre Produkte ausschließlich stationär, wollen 37 % davon in fünf Jahren auch im Online-Vertrieb aktiv sein. Auch 14 % der heute ausschließlich online aktiven Händler planen zudem, in fünf Jahren offline zu verkaufen, was den Handlungsdruck auf die stationären Akteure zusätzlich erhöhen wird. 

Betrachtet man den Einfluss der Digitalisierung auf die Geschäftsmodelle des Einzelhandels wird von den Befragten mit Abstand der Marktmacht der globalen Marktplätze, wie Amazon, eBay & Co., der höchste Einfluss zugesprochen. 70 % bezeichnen den Einfluss auf ihr Geschäftsmodell als „sehr hoch“ oder „hoch“. 

Hintergrund 
Die Studie "Der deutsche Einzelhandel 2017" untersucht den Einfluss der Digitalisierung auf den deutschen Einzelhandel und wurde ebenfalls von ibi Research zusammen mit 41 Industrie- und Handelskammern sowie dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) durchgeführt. Die deutschlandweite Befragung von mehr als 2.000 Einzelhändlern zeigt den Status quo der Digitalisierungsbemühungen der Händler und analysiert die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Geschäftsmodelle.

>> Zum Download
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Letzte Chance: Jetzt noch für den HDE-Innovationspreis bewerben!
Worum geht es? 
Der Innovationspreis des Handels ist der Publikumspreis des Deutschen Handelskongresses. Mit dem Preis werden jährlich wegweisende Innovationen im Handel ausgezeichnet. Der Preis wird anlässlich des Deutschen Handelskongresses am 15./16. November 2017 in Berlin verliehen.
Die Jury des Deutschen Handelspreises wählt aus den innovativsten Ansätzen des vergangenen Jahres eine Shortlist aus drei Unternehmen, die im Vorfeld des Deutschen Handelskongresses veröffentlicht wird.

Kriterien bei der Auswahl der Shortlist sind u.a. Innovationsgrad, Relevanz für den gesamten Handel, Zukunftsfähigkeit und Kundennutzen. Die nominierten Unternehmen erhalten im Rahmen des Kongresses am 15./16. November 2017 die Möglichkeit, dem Plenum ihr Unternehmen bzw. ihre Innovation vorzustellen. Die Kongressteilnehmer wählen mit ihren mobilen Endgeräten per Live-Abstimmung den Gewinner aus.

Bewerben können sich alle Unternehmen, die in Deutschland Einzelhandel treiben oder handelsnahe Dienstleistungen anbieten. Eine Bewerbung ist noch bis zum 30. September 2017 möglich.

>> Zur Bewerbung
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Herzliche Grüße,

Stephan Tromp
Stellv. Hauptgeschäftsführer
 
Handelsverband Deutschland - HDE - e.V.
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
 
Tel.: +49 (30) 726 250 15
Fax: +49 (30) 726 250 19
Mail: tromp@hde.de
Twitter: @StephanTromp
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Handelsverband Deutschland e.V. (HDE)
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