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Handel 4.0 - Politik und Impulse für den digitalen Handel
Sehr geehrte Damen und Herren, 

die Top Themen für den Handel 2018? Plattformvertrieb und Conversational Commerce! In beiden Bereichen gibt es Updates:

Wir geben einen Überblick, wie das Coty-Urteil dem Luxusimage neue Bedeutung verleiht und was dies für Händler, die über Plattformen verkaufen, bedeutet. Gleichzeitig hat eBay seine AGB erneuert, sodass alle Händler die Nutzungsvereinbarungen mit Ihren Lieferanten bezüglich der Nutzung von Produktfotos und -daten überprüfen sollten.
Aber auch die, die sich nur an Angebote anhängen, müssen aufpassen. Denn wie das neueste Urteil des LG Berlin zeigt: Händler haften für Urheberrechtsverstöße in der Bildnutzung - unabhängig davon, ob sie diese selbst zum Angebot hinzugefügt haben. 

Aber auch um Zukunftstechnologien im Handel soll es dieses Mal wieder gehen: Warum "Voice first" angesagt ist hat Capgemini in einer neuen Studie untersucht. Bei der Gelegenheit möchte ich Sie auch auf mein aktuelles Interview zum Shopping 4.0 hinweisen, in dem ich auch auf die mögliche "Gatekeeper-Position" von digitalen Assistenten eingehe.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre,

Ihr Stephan Tromp
Stellv. Hauptgeschäftsführer

P.S.: Haben Sie schon vom neuen Ausbildungsberuf "Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce" gehört? Der HDE ist derzeit auf Deutschlandtour und stellt das Konzept vor - bis Mitte nächsten Monats allein an 11 Locations!
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EuGH-Urteil: Luxusimage vs. Plattformvertrieb
Symbolbild Amazon Im Dezember hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass Anbieter von Luxusartikeln im Rahmen selektiver Vertriebssysteme bestimmen können, ob ihre Artikel im Internet über Plattformen verkauft werden dürfen. Dabei geht es vorrangig um den Schutz des Markenimages als Luxusprodukt.

Wie bislang kann ein selektives Vertriebssystem nur durch die Wahrung der Qualität des Produkts und der Gewährleistung seines richtigen Gebrauchs gerechtfertigt werden. Bis dato galt die "Produktqualität" jedoch als objektive Größe - die nun um die emotionale und subjektive Wahrnehmung eines "Images" erweitert wurde.

Was dies für den Handel bedeutet und welche Unsicherheiten damit verbunden sind, fasst der HDE für Sie zusammen.

>> Zum Artikel

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EU-Reformvorschlag zur Mehrwehrtsteuer: Einen Schritt vor, einen zurück
Symbolbild Amazon Ein Richtlinienentwurf der EU-Kommission für die europäische Mehrwertsteuer vom 18. Januar 2018 sieht zwei maßgebliche Änderungen vor:
  1. Gelockerte Anwendung ermäßigter MwSt-Sätze: Bislang betrug der Mindeststeuersatz 5%. Nach Ansicht der Kommission sollen die Mitgliedstaaten bald auch geringere Mehrwertsteuersätze erheben können. Für grenzüberschreitend tätige Unternehmen bedeutet dies eine Verkomplizierung in der Administration der Umsatzsteuer. 
  2. Öffnung der nationalen Kleinunternehmerregelungen gegenüber nicht ansässigen Unternehmen: Mitgliedstaaten dürfen Unternehmen, die eine bestimmte Jahresumsatzgrenze nicht überschreiten, von der Umsatzsteuer befreien. Künftig sollen die nationalen Kleinunternehmerregelungen auch für nicht im Inland ansässige Unternehmen gelten, sodass kleine deutsche Unternehmen mit gelegentlichen Umsätzen im EU-Ausland dort u.U. nicht mehr Umsatzsteuer abführen müssten. Hinzu kommen administrative Erleichterungen.
>> Mehr Informationen
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eBay-AGB: Zwangslizensierung ab Februar 2018
Symbolbild Amazon eBay ändert Anfang Februar seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Gewerbliche Verkäufer müssen der Plattform ebay.de dann das Recht zur Nutzung ihrer Produktbilder und -daten einräumen. Kommen sie der Rechteabtretung nicht nach, schließt eBay das Konto von der Plattform aus. Die Zustimmungsfrist hat eBay bis zum 1. Mai verlängert, um Händlern bei der Umsetzung mehr Zeit zu geben.

Konkret bedeutet diese Änderung für Händler, die keine eigenen Produktbilder und Produktbeschreibungen verwenden, dass mit den Rechteinhabern neue Nutzungsbestimmungen und gegebenenfalls Lizenzerweiterungen vereinbart werden müssen.


eBay wird eine Auswahl der Bilder für seinen eigenen Produktkatalog nutzen. Diese können dann von allen Verkäufern zu ihren Angeboten hinzugefügt werden. Einen Ausnahmeantrag können Verkäufer nur für einzelne Bilder stellen, nicht für ihr gesamtes Angebot.

>> Zu den AGB im Verkäuferportal

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Shopping 4.0: Ausblick auf die technologischen Weiten des Handels
Wie könnte der Handel von morgen aussehen? Welche Einkaufsmöglichkeiten und Technologien werden in Zukunft die Verbraucher begeistern, welche sind noch Zukunftsmusik? Wann kommen Shopping-Roboter und wie wird das Internet of Things die Art und Weise wie wir einkaufen ändern.

Diese und weitere spannenden Fragen gestalten die Zukunft des Shopping 4.0. Warum gerade "Voice" dabei Trends setzen wird und warum diese Entwicklung auch die Politik beschäftigen sollte, erfahren Sie im aktuellen Interview mit Stephan Tromp.

>> Zum Interview

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Digitale Sprachassistenten: Neue Studie zur Verbraucherakzeptanz
Digitale Sprachassistenten und intelligente Lautsprecher sind in der Welt des E-Commerce angekommen. Haben Alexa, Siri und Co. das Potential das "next big thing" für den Handel zu werden? Capgemini hat untersucht, wie Verbraucher das Angebot der digitalen Sprachassistenten in verschiedenen Bereichen annehmen und was ihnen dabei besonders wichtig ist.

Die Ergebnisse zeigen dass das Angebot bei Nutzern auf Interesse stößt und sie sich vorstellen können, es in Zukunft verstärkt für verschiedene Dienstleistungen zu nutzen. Befragt wurden Konsumenten in Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und den USA - wobei sich die Bandbreite an Funktionen und Dienstleistungen, die mit digitalen Sprachassistenten abgerufen werden können, in diesen Märkten noch stark unterscheiden.

>> Zur Studie (auf Englisch)

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D21-Digital-Index 2017/2018
Die Gesellschaft wird immer digitaler. Das zeigt die neue Gesellschaftsstudie "D21-Digital-Index 2017/2018", in der jährlich die Folgen der Digitalisierung auf unsere Gesellschaft untersucht werden.

Obwohl die Internetnutzung in Deutschland weiter steigt, sind noch 12 Millionen Bundesbürger im digitalen Abseits. Auch bei der Nutzung von Endgeräten gibt es neue Trends - Smartphones und Notebooks sind bei Nutzern sehr beliebt, aber die Nutzung von Tablets sinkt. Auch Wearables haben sich laut der Studie im Vergleich nicht durchsetzen können.

Die Studie der Initiative D21 zeichnet ein spannendes Lagebild der digitalen Durchdringung Deutschlands.

>> Zum Digital-Index

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Datenschutz-Leitfaden für KMU
Ab dem 25. Mai 2018 muss die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung umgesetzt werden. Auch kleine und mittlere Unternehmen sollten sich darauf unbedingt vorbereiten - denn bei Verstößen drohen auch ihnen hohe Geldstrafen.

Wie sich insbesondere KMU auf diese weitreichenden Veränderungen im Datenschutzrecht vorbereiten können und welche Fragen sie sich dabei stellen müssen hat der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen in einem kurzen Leitfaden zusammengetragen. Der Leitfaden bietet daneben weiterführende Informationen und Definitionen der wichtigsten Begriffe im Bereich der neuen DS-GVO.

>> Zum Leitfaden

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Urteil: Amazon-Händler haften für urheberrechtswidrige Einblendung von Produktfotos
Symbolbild Amazon Amazon-Händler müssen bei eingeblendeten Produktbildern auf korrekte Urheberrechtsverhältnisse achten - auch wenn diese nicht von Ihnen selbst eingestellt worden. So hat das Landgericht Berlin in einem Fall am 4. Januar 2018 entschieden.

Der Antragsteller verkaufte Kochmesser in seinem eigenen Online-Shop, war jedoch nicht auf Amazon tätig. Für seinen Online-Shop hatte er professionelle Produktbilder machen lassen. Diese wurden auch auf der Produktseite eines Amazon-Händlers eingeblendet, der das selbe Messer verkaufte. Das LG Berlin stellte fest, dass solch ein Verhalten unzulässig sei.

Daher verurteilte das Gericht den Antragsgegner dazu, dies zu unterlassen. Amazon-Händler haften demnach auch, wenn mit Bildern, die an bestehende Angebote lediglich angehängt werden, gegen das Urheberrecht verstoßen wird.

>> Mehr Informationen zur Entscheidung (Urteil noch nicht öffentlich)

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Lieferdatum: Ungenaue Angaben unzulässig
Die Benennung eines spätesten Lieferdatums ist im Online-Handel schon lange Pflicht. Nun hat das Landgericht München in einem Fall dazu geurteilt und stellt fest, dass ungenaue Angaben hier unzulässig sind. Im vorliegenden Fall ging es um die Formulierung eines Online-Händlers, der bei einem Smartphone die folgende Angabe zur Lieferzeit machte: "Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!".

Laut EGBGB ist der Unternehmer jedoch verpflichtet dem Verbraucher den Termin mitzuteilen, bis zu dem er die Leistung erbringen muss. In diesem Fall lag das genaue Datum jedoch nicht vor. Das LG München urteilte nun, dass dies keine Terminangabe im Sinne des Gestzes und daher unzulässig sei und gab damit dem Kläger recht. 

>> Zum Urteil des LG München I

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Events & Termine für den digitalen Handel
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Herzliche Grüße,

Stephan Tromp
Stellv. Hauptgeschäftsführer
 
Handelsverband Deutschland - HDE - e.V.
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